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24.06.10 11:06 Alter: 2 yrs

Fähren Streik auf Rhodos

Kategorie: NEWS

Am Hafen in Piräus geht zur Zeit nichts mehr. Die Hafenmitarbeiter streiken und fertigen keine Fähren mehr ab. Die Schiffe stecken fest und können die griechischen Inseln nicht mehr anlaufen. Dies führt auch auf Rhodos zu Problemen, obwohl die Ferieninsel Rhodos eigentlich nicht direkt von den Streiks betroffen ist.

Urlauber sitzen fest. In Griechenland stehen viele Fähren still. Schuld sind nicht die Fährunternehmen sondern die staatlichen Hafenmitarbeiter. In Piräus wird gestreikt, obwohl ein griechisches Gericht den Streik der Arbeiter für illegal erklärt hat. In ganz Griechenland fallen Fährverbindungen aus. Bei vielen Urlaubern sorgt dies für rote Köpfe. Viele Touristen, welche die Hotels auf den Inseln bereits gebucht haben sitzen nun auf hohen Kosten und können ihren Urlaub nicht wirklich geniessen. Die griechische Regierung hat das Problem erkannt und versucht mit allen Mitteln das Image zu retten. Die Buchungszahlen von Reisen nach Rhodos und zu den anderen griechischen Zielen sind allerdings stark rückläufig. Ob daran die Garantie der griechischen Regierung alle Kosten welche Urlaubern aufgrund von Naturkatastrophen oder Streiks entstehen zu übernehmen wirklich was ändern kann ist mehr als fraglich. Als wirklich vertrauenserweckend hat sich die Regierung von Griechenland in den letzten Monaten nicht gezeigt.

Fähren in Griechenland werden bestreikt

Es hätten Traumferien werden sollen und enden nun in einer Katastrophe. Viele Urlauber, welche eigentlich vom Hafen in Athen zu den griechischen Inseln gelangen wollten sitzen nun dort fest und ärgern sich über die streikenden Hafenmitarbeitern. Die Streiks bei den Fähren schaden dem Land sehr. Das ohnehin schon angekratzte Image wird weiter beschädigt. Gut möglich, dass die Buchungszahlen noch weiter zurückgehen werden. Bereits jetzt buchen sowenige Urlauber Ferien in Griechenland wie seit Jahren nicht mehr. Während in den letzten Jahren die Besucherzahlen auf Rhodos, Kreta und den anderen griechischen Inseln stark angestiegen sind kämpfen nun viele Hotels und andere Tourismusbetriebe um ihre Existenz. Die Staatskrise in Griechenland, welche durch den erschummelten EU-Beitritt und die viel zu tief ausgewiesene Staatsverschuldung ausgelöst wurde, hält die Urlauber von Griechland ab. Es ist nicht wirklich die drohende Staatspleite welche viele Touristen von Reisen nach Rhodos abhält, vielmehr ist es die Angst vor Streiks und Unruhen. Die latente Bedrohung aufgrund von Streiks bei Fähren oder am Flughafen auf der Insel festzusitzen oder erst gar nicht dahin zugelangen. Da nützen auch die grosszügigen Rabatte, welche die Reiseveranstalter für Ferien auf Rhodos zur Zeit gewähren wenig. Das Problem bleibt, das Misstrauen der Westeuropäer in die griechischen Behörden ist gross. Die Angst vor Streiks ist durchaus berechtigt. Dies zeigt das jüngste Beispiel des Streiks von Hafenmitarbeiter in Piräus, welche mit ihren Arbeitsblockaden das Auslaufen von zahlreichen Fähren verhinderten. Hunderte von Urlauber sassen daraufhin an griechischen Häfen fest und konnten nicht zum nächsten Ziel gelangen. Die entstehenden Wartezeiten sind für die Touristen nicht nur ärgerlich sondern bedeuten gleichzeitig einen grossen finanziellen Mehraufwand.

Streik am Hafen von Piräus

Die Urlauber sitzen fest. Die Fähren verlassen den Hafen von Piräus zur Zeit nicht. Die Stimmung unter den festsitzenden Urlaubern ist denkbar schlecht. Für die Regierung bedeutet der Streik der Hafenmitarbeiter und die damitverbundene Blockade der Fähren in Griechenland weitere Negativschlagzeilen. Gerade in Zeiten in denen man jede positive Meldung brauchen könnte ist dies für das Tourismusministerum sehr ärgerlich. Ein Gericht hat die Streiks der Hafenmitarbeiter am Dienstagabend für illegal erklärt. Eigentlich hätten diese daraufhin abgrebrochen werden müssen. Doch in Griechenland scheint die Meinung des Gerichts nicht wirklich durchschlagende Wirkung zu haben. Es wird munter weitergestreikt. Auch am Mittwoch ging bei den Fährunternehmen nichts. Obwohl diese eigentlich den Fährbetrieb wieder planmässig aufnehmen wollten. Viele Urlauber klagen, sie kommen nicht rechtzeitig zu den Inseln und sitzen auf bereits getätigten Hotelbuchungen fest. Den Touristen entstehen enorme Mehrkosten. Angeblich möchte nun die Griechische Regierung für diese Aufkommen. Obdies allerdings wirklich der Fall sein wird oder nur ein schönes aber nutzloses Versprechen von Politikern bleibt ist zur Zeit unklar. Zum Streik ausgerufen hat die Gewerkschaft der Seeleute. Geplant war die Fähren 24 Stunden zu blockieren und nicht abzufertigen. Wie die staatliche "Reiseversicherung" wirklich aussehen soll ist zur Zeit noch unklar. Der griechische Tourismusminster Pavlos Geroulanos erklärte der griechische Staat werde für Mehrkosten aufgrund von Streiks und Naturkatastrophen aufkommen. Wie diese Garantie allerdings im Detail funktionieren soll ist zur Zeit noch unklar. Laut Süddeutsche Zeitung konnte auch die in Frankfurt angesiedelte Griechische Zentrale für Fremdenverkehr nichts genaueres sagen. Erst müsse man Rücksprache mit der Regierung in Athen nehmen erklärte man gegenüber der Zeitung. Ob die Urlauber welche zur Zeit aufgrund des Streiks nicht wie geplant ihre Fähren nehmen können bereits entschädigt werden sollen, oder ob eine solche Garantie erst für zukünftige Streiks gelten soll ist unklar. Laut dem Minister sollen Reisende nach Griechenland gar für Naturkatastrophen wie einem "Vulkanausbruch in Island" entschädigt werden, wenn sie deshalb nicht rechtzeitig nach Griechenland gelangen und Mehrkosten haben.

Auswirkungen des Streiks für Rhodos

Bis jetzt sind die Auswirkungen des Streiks in Piräus auf Rhodos sehr gering. Generell bekommt man auf den Inseln sehr wenig von Unruhen in der griechischen Hauptstadt mit. Die Leute auf Rhodos wissen wie sehr sie vom Tourismus abhängen und versuchen alles um Schäden bei Touristen zu verhindern. Die meisten Fähren in Griechenland starten und enden in Piräus. Sollte der Streik bei den Fähren noch weiter anhalten so kommt es mit der Zeit wohl immer mehr zu Auswirkungen am Hafen von Rhodos Stadt. Nicht betroffen sind kleinere Fährverbindungen zwischen Rhodos und den anderen umliegenden Inseln, sowie zum türkischen Festland. Diese Schiffe starten meistens nicht in Piräus und sind deshalb vom Streik auch nicht betroffen.